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Ich bin aus den Schatten hervorgetreten, habe mich herausgewagt.
Spüre die Sonne, wie sie mich wärmt, geniesse ihre Strahlen auf meiner Haut.
Schliesse die Augen, lege mich ins Gras, fühle mich wohl.
Ich bin glücklich.
Plötzlich spüre ich Kälte, ein Schauer läuft mir über den Rücken.
Panisch öffne ich die Augen.
Nein, das kann nicht sein, nicht jetzt...
Doch da sind sie, drohende Wolken, die sich vor die Sonne schieben.
Die Kälte dringt langsam in mich ein, schmerzt.
Langsam erhebe ich mich, schaue die Wolken an, suche den Himmel ab...
Das darf nicht sein, nicht von Dauer.
Sie sollen vorrüberziehen, mir die Sonne zurückgeben.
Stumm schreie ich sie an, flehe, bettel, sie sollen verschwinden.
Tränen laufen meine Wangen herab, ich will die Sonne wieder, ich will ihre Wärme...
Kraftlos sinke ich zu Boden und weine.
Ich vermisse die Sonne, das Licht, die Wärme...und spüre, wie ich aufgebe.

Mit schnellem Atem und schweissgebadet wache ich auf.
Ein Traum, es war nur ein Traum.
Die Sonne ist noch da, ich schaue sie an,
ein Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen.
Der Traum verblasst, weicht Erleichterung...
und der Hoffnung: Sie bleibt für immer bei mir.