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Es ist kalt.
Leer. Wo eben noch Wärme war...nichts mehr.
Nähe verwandelt sich in Distanz,
aus Glück wird Verzweiflung.
Und wieder ist sie da, die Frage nach dem Warum.

Kann ich nicht glücklich sein?
Je näher ich eine Person an mich lasse,
um so zielstrebiger schaffe ich es, sie von mich zu stoßen.
Je mehr ich für jemanden empfinde,
umso mehr schaffe ich es, der Person weh zu tun.

Die Perfektion, die dabei zu Tage tritt, ist erschreckend.
Mache ich es bewußt? Oder nur aus Dummheit?
Füge ich mir so Schmerzen zu, die Gegenstände nie bewirken würden?
Bin ich so zerstörerisch? Hasse ich mich so sehr?

Was empfinde ich eigentlich für mich?
Abscheu, Verachtung...ist da nichts Positives zu finden?
Kann ich deshalb nicht wirklich Lieben?
Bin ich mir selber im Weg?

Diese Gedanken verwirren mich,
lassen meine Gefühlswelt explodieren,
treiben mich immer weiter...wohin eigentlich?
In den Wahnsinn?

Darauf finde ich keine Antwort, ich suche schon zu lange.
Warum kann ich meine Augen nicht öffnen, bleibe blind?
Warum kann ich nicht aufhören, warum die gleichen Fehler?
Warum mach ich einfache Dinge kompliziert?

Schweigen antwortet mir.
Alles verschwimmt, keine Formen mehr zu erkennen,
die Welt geht auf Abstand.
Ich bin allein mit mir und meinem Chaos.